Interview mit Isabell Mezger von BriefMe

Wann hast du das letzte Mal einen Brief an jemanden geschrieben? So ganz schön traditionell von Hand auf Papier, ins Kuvert gesteckt und mit der Post verschickt? Schon länger her? Vielleicht wird es dann bald mal wieder Zeit, dir selbst einen Brief zu schreiben. Genau das tat die kreative Psychologin Isabell Mezger und fand dabei ihre Passion zum Coachingprojekt BriefMe. Ich folge Isabell schon seit einiger Zeit sehr begeistert auf Facebook und Instagram und war wirklich sehr glücklich, dass sie sich für ein Interview mit der Freundin im Spiegel bereit erklärt hat.

Isabell, du bist Gründerin von BriefMe einem Online – Jahrescoachingprogramm, das Menschen hilft, ihre Träume zu leben und ihre Ziele zu verwirklichen. Wie gelingt es dir, immer wieder in deine Kraft zu kommen?

Das ist eine gute Frage. Denn wer Freude daran hat, mit Menschen zusammen ihre Zukunft zu gestalten, braucht auch Zeit für sich selbst. Das habe ich eine lange Zeit vor lauter Energie und Euphorie vernachlässigt. Das wichtigste für jeden Menschen ist die Balance. Zischen Aktivität und Passivität. Laut und leise. Alleine und Zusammen. Da ich ein sehr fokussierter und ehrgeiziger Mensch bin, hat mein Körper mich schon früh daran erinnert, Pausen zu machen, zu mir zurückzukommen und einfach nur zu sein. Ohne To Do’s. Denn durch To Do Listen haben wir schnell das Gefühl, im Mangel zu sein. Noch nicht alles geschafft zu haben. Dieses Mangelgefühl, das besonders bei ambitionierten Menschen häufig aufkommt, wirkt sich dauerhaft auf unsere seelische und körperliche Gesundheit aus. Ich wurde unruhig, habe Verspannungen bekommen, habe mich schlechter ernährt und weniger Sport gemacht. Mittlerweile habe ich dieses alte Verhaltensmuster für mich erkannt und verändere es noch immer in kleinen Schritten. Um in meine Kraft zu kommen, meditiere ich regelmäßig, mache Yoga (und wenn es nur ein paar Sonnengrüße am Morgen sind – sie wirken Wunder!), Yin Yoga liebe ich besonders, um Abends den Körper sanft durchzudehnen vom vielen Sitzen. Ich gehe jeden Tag eine Runde spazieren, verbinde mich mit der Bäumen, der Alster bei mir um die Ecke, den Tieren, und bin wieder ganz in meinem Körper im Hier und Jetzt. Als Teil der Natur. Außerdem liebe ich es, zu tanzen. Ob durch die Wohnung oder im Tanzstudio. Und singen wirkt genauso wunder, versuche es mal mit deinem Lieblingssong oder einem schönen gesungenen Mantra. Das ist alles wahrscheinlich nichts Neues für dich, liebe*r Leser*in. Am Ende liegt die Kunst aber darin, es auch wirklich zu tun: Selbstfürsorge zu praktizieren, regelmäßig. Gegen alle alten Muster – und für dich.

Wie ist BriefMe entstanden und was war ausschlaggebend dafür – Wie hast du dein Herzensthema gefunden?

Hui, das ist eine große Frage. Mir kam die Idee für das BriefMe Jahrescoaching, als ich in einem Workshop selbst einmal einen Brief an mich selbst schreiben sollte, der mir dann nach ein paar Monaten wieder zugeschickt wurde. Der Effekt hat mich total überrascht. Ich liebe das handschriftliche Schreiben und Dichten, doch meine eigenen Zeilen an mich zu lesen – das hat mich völlig überwältigt! Die Veränderung in meinem Leben – in nur ein paar Monaten – anhand dieses Briefes zu erkennen, hat mir ganz viel Vertrauen geschenkt. Für meine Zukunft. In mich. Und das wollte ich mich BriefMe auch anderen Menschen zugänglich machen.

Doch ich glaube nicht daran, dass es nur das eine Herzensthema gibt. Sondern viele! Und dass wir immer wieder neu wählen dürfen, wenn uns danach ist. Aber na klar gibt es solche Herzensthemen wie für mich BriefMe, da wusste ich einfach: Das MUSS ich machen. Denn sonst ist der Schmerz größer, es nicht getan zu haben, als der Schmerz, wenn es am Ende doch nichts wird. Ich wusste: Das Leben hat mich an diese Stelle geführt, ich soll gehen. Soll mich 100% auf BriefMe konzentrieren. Und diese Entscheidung hat mir so viele mehr Türen geöffnet – auch zu neuen Herzensthemen, wie meiner sozialen Coachingplattform „Fair Coachings“, die ich zusammen mit Vanessa Wienecke, einer tollen Coach-Kollegin, gegründet habe.

Mein Tipp für dich, um (d)ein Herzensthema zu finden: Tue das, was dir als erstes einfällt. Nicht denken, machen. Nicht durchdenken, sondern fühlen! Deine Intuition weiß schon längst, was gut und richtig für dich ist. Lass dich von deinem Kopf nicht aufhalten. Auf dem Weg des Ausprobierend lernst du so viel mehr als beim Durchdenken. Und auf diesem Weg wirst du automatisch zu fesselnden Themen finden.

Gab es auch Zweifel? Wenn ja, wie konntest du diesen liebevoll begegnen? Bei Freundin im Spiegel geht es nicht nur darum, wieder gut in seine eigene Kraft zu kommen, sondern auch Freundschaft mit dem eigenen Körper zu schließen.

Na klar gab und gibt es Zweifel. Immer mal wieder ist so eine leise Stimme in mir, die flüstert: Meinst du, das hat wirklich Erfolg? Meinst du, deine Idee wird gebraucht? Oder verrennst du dich etwa? Diese Gedanken hören nur auf, wenn wir für immer aufhören zu denken 🙂 Und auch durch ständiges Meditieren werden wir diesen Zustand nicht erreichen, dafür sind wir Menschen. Das heißt: Komm gut mit diesen Zweifeln aus. Wenn du sie einzuordnen weißt, und nett zu ihnen bist – denn sie wollen dich nur schützen – kannst du TROTZ oder gerade MIT Zweifeln aktiv werden. Denn sie helfen dir, aufmerksam zu bleiben, Fehler schneller zu bemerken. Strategisch voranzugehen. Ohne Zweifel würden wir nichts hinterfragen und wahrscheinlich nicht weiter wachsen mit unserem Herzensthema. Bleib achtsam, und irgendwann kannst du ganz gezielt deine innere Herzensstimme lauter werden lassen, wenn die Zweifel wieder da sind. Denn die Freude ist immer größer und stärker als der Zweifel. 

Herzlichen Dank für das tolle Interview!

Wollt ihr auch mehr in eure Kraft kommen? Los gehts!

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